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Schaden, genetisch

siehe genetischer Schaden

Schaden, somatischer

siehe somatischer Schaden

Schaden, teratogener

siehe teratogener Schaden

Schaltzeit

Die Schaltzeit ist die Zeit vom An- bis zum Abschalten der Röntgenröhre. Für die Röntgenaufnahmen von Kindern ist vorgeschrieben, dass der Generator eine Schaltzeit von ≤ 5 ms einhalten kann. Ist ein Generator nicht in der Lage, in so kurzer Zeit an- und abzuschalten, so ist er für die Kinderradiologie nicht geeignet, da er ggf. länger belichten würde als nötig und folglich zu einer unnötig hohen Strahlenexposition führen würde.

Schilddrüsenschutz

Die Schilddrüse hat einen Gewebewichtungsfaktor von 0,04 und ist insofern – im Vergleich zu den Keimdrüsen mit 0,08 und dem roten Knochenmark mit 0,12 – ein weniger strahlensensibles Organ. Zugleich liegt die Schilddrüse beim Untersucher oberhalb der Schürzengrenze und vorn am Hals, so dass sie von Streustrahlung gut erreicht wird. Deshalb ist es sinnvoll, die Schilddrüse separat zu schützen. Dies geschieht einfach und effektiv mit dem Schilddrüsenschutz – einer kleinen Bleimanschette, die um den Hals gelegt wird. Der Bleigleichwert des Schilddrüsenschutz beträgt 0,5 mm Pb.

Mit dem Schilddrüsenschutz kann je nach Situation die Organdosis der Schilddrüsen um mind. 65 % und die effektive Dosis gegenüber dem ausschließlichen Tragen einer Bleischürze auf die Hälfte gesenkt werden.

Das Tragen des Schilddrüsenschutzes ist für Anwender:innen aus rechtlichen Gründen erforderlich, weil

  • die Dosis – soweit angemessen machbar – auch unterhalb von Grenzwerten so weit wie sinnvoll zu reduzieren ist,
  • Strahlenschutzverantwortliche für den Einsastz von Schutzmitteln zu sorgen haben und
  • eine valide amtliche Personendosimetrie nur möglich ist, wenn auch die Schilddrüse abgedeckt wird (sonst wäre die Messung unter der Schürze nicht repräsentativ).

Schilddrüsenszintigraphie

Bei der Schilddrüsenszintigraphie handelt es sich um die nuklearmedizinische Darstellung der Schilddrüse. Hierzu wird ein Radionuklid intravenös appliziert, das sich dem Stoffwechsel von normalem Jod äquivalent in der Schilddrüse anreichert. Die räumliche Verteilung der Anreicherung und das Ausmaß der Anreicherung werden mit einer Gammakamera aufgenommen. Aufgrund des im Szintigramm festgehaltenen Verteilungsmusters können bspw. sogenannte heiße Knoten mit vermehrter Anreicherung und kalte Knoten mit fehlender Nuklidaufnahme nachgewiesen werden.

Schwangerenüberwachung

Fetale Zellen sind besonders vulnerabel, wenn sie Noxen wie ionisierenden Strahlen ausgesetzt werden. Dabei können die Noxen nicht nur Fehl- und Missbildungen (teratogene Schäden) verursachen, sondern erhöhen auch das Risiko für kindliche Tumoren (somatische Schäden). Das ist der Grund, weshalb im Strahlenschutzrecht besondere Schutzvorschriften bestehen. Für ein ungeborenes Kind, das auf Grund der Beschäftigung der Mutter einer Strahlenexposition ausgesetzt ist, darf die Äquivalentdosis vom Zeitpunkt der Mitteilung der Schwangerschaft bis zu deren Ende den Grenzwert von 1 Millisievert nicht überschreiten. Als Äquivalentdosis des ungeborenen Kindes gilt die Organdosis der Gebärmutter der schwangeren Frau.

Wird einer schwangeren Frau durch den fachkundigen Strahlenschutzverantwortlichen oder den Strahlenschutzbeauftragten ausdrücklich gestattet, den Kontrollbereich zu betreten, dann sind besondere Überwachungsmaßnahmen gefordert. Dazu gehört neben der monatlich auszuwertenden eine zusätzliche wöchentlich auszuwertende Personendosimetrie.

Schwärzung

Der Begriff der Schwärzung stammt aus der Zeit des analogen Röntgens mit Röntgenfilmen. Je größer die Dosis war, die auf den Röntgenfilm traf, um so stärker wurde der Röntgenfilm im Rahmn des Entwicklungsvorgangs an der entsprechenden Stelle geschwärzt. Der Begriff der Schwärzung ist folglich gleichbedeutend mit einer lokal geringeren Röntgenschwächung.

Schwellenwert

Schwellenwerte sind Dosiswerte, die überschritten werden dürfen, deren Überschreiten aber eine neue Einordnung, Kategorisierung oder andere spezifische Maßnahmen erfordern.

So gibt es Schwellenwerte für die Abgrenzung von Strahlenschutzbereichen oder eine Abrenzung der Gefährdungsklassen von beruflich strahlenexponiertem Personal (Kategorie A versus B).

Schwellenwerte sind keine Grenzwerte. Grenzwerte dürfen nicht überschritten werden.

Schwerionen

Schwerionen sind Ionen einer besonders großen Masse, wobei es keine feste Größe gibt, ab der man ein Ion als Schwerion bezeichnet. Ein Schwerion ist bspw. C14. Dadurch, dass Schwerionen geladen sind, lassen sie sich elektromagnetisch beschleunigen. Aufgrund ihrer Masse haben sie dann eine hohe kinetische Energie, die sie im Stoßprozess mit anderen Atomen abgeben können. Schwerionen können bspw. in der Strahlentherapie eingesetzt, um Tumorzellen so zu schädigen bzw. abzutöten.