A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T Ü V W Z

EBM

Der einheitliche Bewertungsmassstab (EBM) – bei Zahnärzten die BEMA – definiert die abrechnungsfähigen Leistungen und ihr wertmäßiges, in Punkten ausgedrücktes Verhältnis zueinander. EBM und BEMA werden vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) festgelegt .

effektive Dosis

Die effektive Dosis gibt das aus einer Exposition resultierende biologische Strahlenrisiko für den ganzen Körper wieder. Dazu berücksichtigt die effektive Dosis die jeweilige Expositionen der verschiedenen Organe sowie deren unterschiedliche Empfindlichkeiten bezüglich stochastischer Strahlenwirkungen. Zur Berechnung der effektiven Dosis werden die einzelnen Organdosen (Energiedosis x Strahlenwichtungsfaktor) mit ihrem jeweiligen Gewebewichtungsfaktor multipliziert und alle diese Organäquivalentdosen aufsummiert.

Deff = ∑wT x HT

Die Einheit der effektiven Dosis (in J/kg) ist das Sievert (Sv).

Eigenfilter

Unter Eigenfilter der Röntgenröhre werden in der Summe die Stoffe bzw. Bauteile verstanden, die fest in die Röntgenröhre integriert sind und von den Röntgenstrahlen passiert werden müssen. Der Eigenfilter besteht insofern aus der Röhrenwand, dem die Röhre umgebenden Öl und dem Strahlenaustrittsfenster des Röhrengehäuses, das in der Regel aus Berillium und ggf. zusätzlich Aluminium besteht. Der Eigenfilter einer Röntgenröhre muss mindestens einen Gleichwert von 2,5 mm Aluminium (Al) aufweisen (also vergleichbar sein mit der Wirkung von 2,5 mm dickem Aluminium).

Ergänzend zum Eigenfilter kann die Röhre mit einem Zusatzfilter ausgestattet sein, der je nach Untersuchung zusätzlich eingebracht wird (z.B. als „Kinderfilter“).

Einblendung

Unter Einblendung wird beim konventionellen Röntgen und der Durchleuchtung die Verkleinerung des belichteten Feldes durch die Tiefenblende verstanden. Bei der Tiefenblende handelt es sich um Bleiplatten, die am Röhrengehäuse von den Seiten in das Strahlenfeld hineingeschoben werden. Das Dosisflächenprodukt DFP und damit die exponierte Dosis nehmen proportional zur Einblendung ab.

Einfalldosis

Die Einfalldosis ist die Dosis, die auf ein Objekt fällt. Es ist allein die von außen aus Richtung der Röhre einfallende Dosis. Von der Einfalldosis sind die Oberflächen- und Hautdosis zu unterscheiden.

Einheitlicher Bewertungsmaßstab für ärztliche Leistungen

siehe EBM

Einschaltzeiten

Die Einschaltzeit ist ein Begriff, der bspw. in der Richtlinie für die technische Prüfung von Röntgeneinrichtungen und genehmigungsbedürftigen Störstrahlern verwendet wird. In ihr heißt es u. a., dass Röntgenräume während der Einschaltzeit vor unberechtigtem Zutritt zu sichern sind. Und es wird die Jahresdosis einer Röntgenanlage anhand einer prognostizierten (summarischen) Jahres-Einschaltdauer in Stunden berechnet – und der Planung des technischen und baulichen Strahlenschutzes zugrunde gelegt. Die Einschaltzeit ist insofern zunächst eine grobe Darstellung der Verwendung des Strahlers und die Jahreseinschaltdauer ist insofern auch nur eine grobe und im Sinne des Strahlenschutzes eher zu hoch angenommene Zeitgröße.

Von der Einschaltzeit wird üblicherweise die Schaltzeit als Belichtungszeit der konkreten einzelnen Aufnahme unterschieden.

Einstelltechnik

Unter Einstelltechnik wird die Art und Weise der Positionierung von Untersuchungsobjekt und Röntgenröhre einschließlich der adäquaten Einblendung verstanden. Für die Einstelltechnik gibt es Standards, die sicherstellen, dass die entstehenden Röntgenbilder die erforderliche medizinische Aussagekraft haben.

Einweisung

Die Einweisung ist ein Rechtsbegriff, der bspw. in der Medizinproduktebetreiberverordnung, im Strahlenschutzrecht aber auch im Arbeitsschutz verwendet wird. Unter Einweisung wird das Heranführen und die damit verbundene auch theoretische Vermittlung von spezifischen Kenntnissen im Zusammenhang mit einem umschriebenen Wissensgebiet verstanden. Ein solches Wissensgebiet kann sein das Wissen

  • zum Umgang mit einem bestimmten Gerät (Geräteeinweisung) oder
  • zu Anwendungsgebieten für ionisierende Strahlen,

wie sie durch die verschiedenen Fachkunden definiert sind.

Von der Einweisung ist die Unterweisung zu unterscheiden. Während die Einweisung im Zusammenhang bspw. mit einem konkreten Gerät und auch nur einmalig erfolgt, soll die Unterweisung über Gefahren informieren. Die Strahlenschutzunterweisung ist jährlich zu wiederholen.