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Oberflächendosis

Unter Oberflächendosis wird die Dosis verstanden, die an der Oberfläche des Objekts, beim Menschen also auf Hautniveau besteht. Sie setzt sich zusammen aus der Dosis, die von der Röhre auf das Objekt trifft (Einfalldosis) und jener Dosis, die aus der Tiefe des Objekts an die Oberfläche zurück gestreut wird. Insofern ist die Oberflächendosis größer als die Einfalldosis.

Die Oberflächendosis wird als Schätzwert der Hautdosis angenommen.

Alles was zur Reduzierung der Einfalldosis führt, reduziert – absolut gesehen – auch die Streustrahlung und damit über Einfall und Streuung die Oberflächendosis.

Objektkontrast

Mit dem Objektkontrast wird das Ausmaß des Absorptionsunterschieds verschiedener Strukturen beschrieben. Strukturen mit hohem Objektkontrast weisen einen besonders deutlichen Absorptionsunterschied auf.

Ein hoher Objektkontrast ermöglicht, den Unterschied der Strukturen auch mit verhältnismäßig geringer Dosis darzustellen.

Da eine geringere Dosis gleichbedeutend ist mit weniger Bildsignal und größeren Rauschen, wird für die bildliche Differenzierung von Strukturen mit geringem Objektkontrast immer verhältnismäßig mehr Dosis benötigt als für Strukturen mit hohem Objektkontrast.

Siehe auch: Hochkontrastdarstellung

Ordnungszahl

Siehe Kernladungszahl

Organdosis

Die Organdosis gehört zu den Äquivalentdosen – genauer: zu den Schutzgrößen und innerhalb der Schutzgrößen zu den Körperdosen. Die Organdosis gibt an, wie hoch die Dosis ist, der ein Organ ausgesetzt war. Organdosis HT (Sv) = Energiedosis D (Gy) x Strahlungswichtungsfaktor wR

(Schutzgrößen –> Körperdosen –> Organdosis)

Organogenese

Die Organogenese bezeichnet den im Rahmen der embryonalen Entwicklung ablaufenden Prozess der Organanlage und -ausformung.

Die Organogenese erfolgt für die unterschiedlichen Organe zu unterschiedlichen Zeiten. Das ist die Ursache dafür, dass der Einfluss von Noxen zu unterschiedlichen Zeiten während der Schwangerschaft zu unterschiedlichen Fehl- oder Missbildungen führen kann.

Ortsauflösung

Unter Ortsauflösung wird gemeinhin die Fähigkeit verstanden, zwei nahe beieinander liegende Punkte getrennt voneinander abzubilden.

Die Feststellung der Ortsauflösung erfolgt im Hochkontrast, quasi im Schwarz-Weiß-Modus, da Graustufen die Differenzierung gerade kleinster Strukturen erschweren und somit den Wert der maximal möglichen Ortsauflösung verfälschen würde.

Die Ortsauflösung wird in der Röntgendiagnostik in Lp/mm (Linienpaare pro Millimeter), in der Computertomographie in Lp/cm (Linienpaare pro Zentimeter angegeben.

Ortsdosisleistung

Unter einer Dosisleistung wird die aufgenommene Dosis pro Zeiteinheit verstanden.

Die Ortsdosisleistung bezieht diese Dosisleistung nun auf einen spezifischen Ort bspw. neben einer Röntgenanlage gemesssen.

Die Ortsdosisleistung ist in der Röntgenverordnung definiert als in einem bestimmten Zeitintervall erzeugte Ortsdosis, dividiert durch die Länge des Zeitintervalls. Die Ortsdosisleistung wird üblicherweise in Mikrosievert oder Millisievert pro Stunde angegeben. Sie ist für die Planung des Strahlenschutzes wichtig. So lässt sich bspw. abschätzen, wie hoch eine Exposition ohne Schutzmittel wäre.

Ovarialdosis

Die Ovarialdosis ist die Dosis, der die Ovarien ausgesetzt sind. Die Ovarialdosis ist somit die Konkretisierung der Gonadendosis beim weiblichen Körper.