Archive
Standard Operating Procedures (SOP)
Im Deutschen kann an Stelle des Begriffs der Standard Operating Procedures der Begriff der Arbeitsanweisung verwendet werden. Arbeitsanweisungen sind strahlenschutzrechtlich geforderte Arbeitshilfen und arbeitsrechtlich verbindliche Vorgaben, die dazu beitragen sollen, dass regelmäßig wiederkehrende Untersuchungen nach einem zuvor geplanten und qualitätsgesicherten Standard durchgeführt werden. Der didaktische Ansatz ist dabei vielfältig. Nicht nur, dass Mitarbeiter jederzeit nachlesen können, wie eine Untersuchung oder Therapie vorzubereiten und durchzuführen ist. Arbeitsanweisungen führen auch dazu, unnötige Kommunikation und Diskussionen zu vermeiden und mehr Zeit und (geistige) Freiräume für das eigentlich medizinische Problem und – auf den Tag gesehen – für die besonderen Fälle zu haben. Zudem können sie dazu beitragen, dass die Einarbeitung neuer Mitarbeiter:innen schneller und sicherer erfolgt.
Siehe auch Arbeitsanweisung
stochastischer Strahlenschaden
Stochastisch meint “zufällig” bzw. “dem Zufallsprinzip unterliegend”. Als stochastische Strahlenschäden werden solche bezeichnet, die zufällig und insofern nicht sicher voraussehbar auftreten. Ihnen liegt kein Schwellenwert zugrunde. Mit der Dosis nimmt die Wahrscheinlichkeit zu, dass ein stochastischer Schaden auftritt.
Strahlenarten
Die Unterscheidung von Strahlenarten kann unter verschiedenen Aspekten erfolgen: elektromagnetische Strahlung versus Korpuskularstrahlung, ionisierende versus nicht-ionisierende Strahlung und es können auch Arten wie bspw. Alpha-, Beta-, Gamma-, Protonen-, Neutronen und Röntgenstrahlung unterschieden werden.
Strahlenaustrittsfenster
Das Strahlenaustrittsfenster ist das Fenster, durch das das Nutzstrahlenbündel die Röntgenröhre und das sie umgebende Gehäuse gezielt verlässt.
Im Gegensatz zu einem Fenster, durch das Licht hindurchgehen soll, ist das Strahlenaustrittsfenster der Röntgenröhre nicht aus Glas, sondern aus Metall (z. B. Beryllium oder Aluminium). Es soll eben Röntgenstrahlung passieren lassen, aber zugelcih als Teil des Eigenfilters der Röntgenröhre fungieren.
Siehe Röhrenfilter und Eigenfilter.
Strahlenbehandlung
Die Strahlenbehandlung ist ein anderer Begriff für Strahlentherapie. Sie beinhaltet sowohl die Behandlung gutartiger Erkrankungen (bspw. die Röntgenreiz- oder Schmerzbestrahlung bei schmerzhaften Beschwerden von Gelenken, Fersensporn und anderen gutartigen gesundheitlichen Einschränkungen einschl. gutartiger Tumore), als auch die strahlentherapeutische Behandlung von malignen Tumoren.
Strahlendosis
Die Strahlendosis ist ein Mass für die applizierte Menge ionisierenden Strahlung. So aber, wie eine Tafel Schokolade unterschiedlich vermessen werden kann (nach Gewicht, Fettgehalt, Zuckergehalt, Energiegehalt …), kann auch die Strahlendosis unter verschiedenen Aspekten betrachtet werden.
Es gibt unterschiedliche Dosisbegriffe. Mit der Energiedosis wird lediglich die Menge der Energie angegeben, die von einem Objekt aufgenommen wurde. Bei biologischen Systemen kann in Abhängigkeit von der Art der Strahlung die gleiche Energiedosis jedoch unterschiedliche Schäden verursachen.
Um die biologischen Risiken von Strahlung zu quantifizieren, werden deshalb Äquivalentdosen in der Einheit Sievert verwendet.
Siehe auch Äquivalentdosis.
Strahlenexposition
Strahlenexposition bezeichnet die Einwirkung von ionisierenden Strahlen auf Lebewesen oder Materie. Der Begriff der Strahlenexposition ist neutral und wertungsfrei, wohingegen der Begriff der Strahlenbelastung eine negative Wertung impliziert.
Wurde mit dem Stellen der rechtfertigenden Indikation die Feststellung getroffen, dass der Nutzen den potenziellen Schaden überwiegt, ist der Begriff der “Belastung” zumindest fragwürdig.
Zur Quantifizierung der Strahlenexposition von Menschen wird der Begriff Strahlendosis verwendet.
Siehe auch Strahlendosis.
