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Schwellenwert

Schwellenwerte sind Dosiswerte, die überschritten werden dürfen, deren Überschreiten aber eine neue Einordnung, Kategorisierung oder andere spezifische Maßnahmen erfordern.

So gibt es Schwellenwerte für die Abgrenzung von Strahlenschutzbereichen oder eine Abrenzung der Gefährdungsklassen von beruflich strahlenexponiertem Personal (Kategorie A versus B).

Schwellenwerte sind keine Grenzwerte. Grenzwerte dürfen nicht überschritten werden.

Schwerionen

Schwerionen sind Ionen einer besonders großen Masse, wobei es keine feste Größe gibt, ab der man ein Ion als Schwerion bezeichnet. Ein Schwerion ist bspw. C14. Dadurch, dass Schwerionen geladen sind, lassen sie sich elektromagnetisch beschleunigen. Aufgrund ihrer Masse haben sie dann eine hohe kinetische Energie, die sie im Stoßprozess mit anderen Atomen abgeben können. Schwerionen können bspw. in der Strahlentherapie eingesetzt, um Tumorzellen so zu schädigen bzw. abzutöten.

sehr harte Strahlung

Als sehr harte Strahlung wird Röntgenstrahlung mit geringer Wellenlänge und hoher Frequenz bezeichnet. Definiert ist sie über eine Anodenspannung von 400 kV bis 3.000 kV (3 MeV).

Sekundärstrahlung

Als Sekundärstrahlung wird Streustrahlung bezeichnet, die quasi in erster Generation von der Primärstrahlung generiert wird. Die Sekundärstrahlung stammt insofern von einem unmittelbar vom Nutzstrahl exponierten Objekt.

Siehe auch Comptoneffekt, Streuung und Streustrahlung.

Selbstbestimmungsrecht

Die Selbstbestimmung ist ein Grundrecht, das in der Grundrechtscharta der Europäischen Union und im deutschen Grundgesetz verankert ist. Zu der Selbstbestimmung gehört es auch, selber über Untersuchungs- und Behandlungsmaßnahmen entscheiden zu können. Das haben ärztliches und nicht ärztliches-medizinisches Personal auch im Rahmen der medizinischen Behandlung zu beachten. Damit der Patient aber frei entscheiden kann, muss er informiert sein. Insofern impliziert das Selbstbestimmungsrecht des Patienten auch das Recht auf Information – Informationen über die Erkrankung, Vor- und Nachteile sowie die wesentlichen Komplikationsmöglichkeiten einer Untersuchung oder Behandlung und mögliche alternative Behandlungsmaßnahmen.

Eine Behandlung gegen den Willen des Patienten ist rechtswidrig und kann als strafbare Körperverletzung gewertet werden (§ 223 StGB).

Siehe auch: Aufklärung

Sensoren, digitale

siehe digitale Sensoren

Servicequalität

Unter Servicequalität kann zusammengefasst werden, was als Service wahrgenommen wird – von Patient:innen, Angehörigen aber auch Zuweiser:innen und Kolleg:innen. Dabei spielen die Faktoren, die zur einem reibungslosen Ablauf beitragen und natürlich auch die Freundlichkeit und Verbindlichkeit der Dienstleistenden eine wesentliche Rolle. Strukturelle Grundlagen wie die telefonische Erreichbarkeit und die zur Verfügung stehenden Ressourcen sind darüber mittelbar eingebunden.

Sievert

Der Begriff des Sievert (Sv) beruht auf dem schwedischen Mediziner und Physiker Rolf Sievert und ist eine Masseinheit für die Äquivalentdosen. Das Sievert wird also dann verwendet, wenn die Energiedosis unter Berücksichtigung der biologischen Schädigungspotenz der verwendeten Strahlenart normiert wurde. Das Sievert bildet dadurch unmittelbar das biologische Risiko stochastischer Schäden  im Niedrigdosisbereich bis 1 Sv ab.

Mit den Risikokoeffizienten (z.B. Krebsmortalitätskoeffizient von 5%/Sv) lässt sich bspw. auf Grundlage der effektiven Dosis errechnen, wie viele Personen bei einem Kollektiv, das mit einer bestimmten Dosis exponiert wurde, mehr an Krebs sterben, als bei einem nicht exponierten Kollektiv.

Signal-Rausch-Verhältnis

Als Signal-Rausch-Verhältnis wird das Verhältnis des eigentlich informationstragenden Signals gegenüber dem nicht-informationstragenden Rauschen verstanden.

Je größer das Störsignal (Rauschen) im Verhältnis zum Messsignal (eigentliches Bild), um so schlechter und undeutlicher ist das Bild. Ein gutes Signal-Rausch-Verhältnis ist insofern die Grundlage guter Bildqualität.

Um das Signal-Rausch-Verhältnis zu verbessern, kann entweder die Signalstärke durch eine Steigerung der Dosis erhöht werden. Oder es wird ein besserer Detektor eingesetzt, der in der Lage ist, die Informationen – beim Röntgen die Röntgenquanten – besser aufzufangen und zu verarbeiten, wodurch wiederum das Signal besser wird.

Mit einem neuen Detektor mit einer besseren Signalausbeute kann der Anwender im Sinne des Strahlenschutzes selbst entscheiden: Möchte er bei gleicher Dosis eine höhere Bildqualität oder bei gleicher Bildqualität die Dosis senken.

Siehe auch: Rauschen

Signalqualität

Die Signalqualität ist ein Baustein, der zur Abbildungsqualität beiträgt. Je besser ein Informationssignal – in der Radiologie das Bildsignal – , um so besser ist die Voraussetzung für eine gute Abbildung. Die Signalqualität wird wesentlich beeinflusst von der Dosis und der Güte des Bildempfängersystems und – bei modernen digitalen Anlagen nur unwesentlich – vom potenziellen Informationsverlust im Rahmen der Informationsverarbeitung. Sowohl die Dosis als auch die Güte des Bildempfängersystems sind wesentliche Faktoren, die zu einem mehr oder weniger guten Signal-Rausch-Verhältnis beitragen.

Jedes Quant mehr ist potenziell ein Quant mehr am Bildempfängersystem. Erreichbar durch eine höhere Dosis – oder durch ein besseres Bildempfängersystem. Denn je mehr Quanten vom Bildempfängersystem aufgenommen und verarbeitet werden können – je höher seine Signalausbeute – , um so besser ist das resultierende Gesamtsignal.