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Röntgenstrahlung

Röntgenstrahlung ist elektromagnetische Strahlung mit Wellenlängen von 10ˆ-8 bis 10ˆ-12 m. Je geringer die Wellenlänge, um so höher die Frequenz. Für Untersuchungszwecke wird Röntgenstrahlung künstlich erzeugt. Bei der Klassifizierung der eingesetzten Röntgenstrahlung wird typischerweise die Röhrenspannung und damit die kinetische Energie der zur Erzeugung der Röntgenstrahlung eingesetzten Elektronen angegeben. In der Diagnostik werden Energien von etwa 26 bis 140 kV genutzt. Je höher die kinetische Energie um so kurzwelliger und energiereicher ist die Strahlung (bzw. um so weiter reicht das Strahlenspektrum). Man spricht davon, dass sie härter ist. Tatsächlich entsteht immer ein Strahlenspektrum. Auch bei hoher kV entsteht neben harter auch weiche Strahlung. Jene Anteile, die vom Körper absorbiert werden, ohne zum Bild beizutragen, gilt es herauszufiltern. Strahlung bis etwa 50 kV wird als weiche Strahlung, Strahlung von 50 bis 100 kV als mittelharte und Strahlung von über 100 kV als harte Strahlung bezeichnet. Der Einsatz unterschiedlich harter Strahlung erfolgt, um – je nach Organ – den notwendigen Gewebekontrast im Bild sicherstellen zu können. Weiche Strahlung wird tendenziell stärker absorbiert als harte Strahlung. Deshalb sollte aus Strahlenschutzgründen möglichst harte Strahlung eingesetzt werden. Zugleich muss ein ausreichender Bildkontrast erzeugt werden. Das ist der Grund, weshalb bei einem Objekt, dessen Gewebearten ähnliche Röntgenschwächungskoeffizienten aufweisen, eher weiche Strahlung verwendet wird. Dies gilt für die Mammographie. Bei einem Objekt, bei dem hingegen stark unterschiedliche Röntgenschwächungskoeffizienten vorliegen, wird harte Strahlung verwendet. Dies gilt für die Thoraxaufnahme. Bei allen Objekten gilt zudem gleichermaßen, dass die Strahlung energiereich genug sein muss, um das Objekt durchdringen zu können.

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