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Schwangerenüberwachung

Fetale Zellen sind besonders vulnerabel, wenn sie Noxen wie ionisierenden Strahlen ausgesetzt werden. Dabei können die Noxen nicht nur Fehl- und Missbildungen (teratogene Schäden) verursachen, sondern erhöhen auch das Risiko für kindliche Tumoren (somatische Schäden). Das ist der Grund, weshalb im Strahlenschutzrecht besondere Schutzvorschriften bestehen. Für ein ungeborenes Kind, das auf Grund der Beschäftigung der Mutter einer Strahlenexposition ausgesetzt ist, darf die Äquivalentdosis vom Zeitpunkt der Mitteilung der Schwangerschaft bis zu deren Ende den Grenzwert von 1 Millisievert nicht überschreiten. Als Äquivalentdosis des ungeborenen Kindes gilt die Organdosis der Gebärmutter der schwangeren Frau.

Wird einer schwangeren Frau durch den fachkundigen Strahlenschutzverantwortlichen oder den Strahlenschutzbeauftragten ausdrücklich gestattet, den Kontrollbereich zu betreten, dann sind besondere Überwachungsmaßnahmen gefordert. Dazu gehört neben der monatlich auszuwertenden eine zusätzliche wöchentlich auszuwertende Personendosimetrie.

Schwärzung

Der Begriff der Schwärzung stammt aus der Zeit des analogen Röntgens mit Röntgenfilmen. Je größer die Dosis war, die auf den Röntgenfilm traf, um so stärker wurde der Röntgenfilm im Rahmn des Entwicklungsvorgangs an der entsprechenden Stelle geschwärzt. Der Begriff der Schwärzung ist folglich gleichbedeutend mit einer lokal geringeren Röntgenschwächung.

Schwellenwert

Schwellenwerte sind Dosiswerte, die überschritten werden dürfen, deren Überschreiten aber eine neue Einordnung, Kategorisierung oder andere spezifische Maßnahmen erfordern.

So gibt es Schwellenwerte für die Abgrenzung von Strahlenschutzbereichen oder eine Abrenzung der Gefährdungsklassen von beruflich strahlenexponiertem Personal (Kategorie A versus B).

Schwellenwerte sind keine Grenzwerte. Grenzwerte dürfen nicht überschritten werden.

Schwerionen

Schwerionen sind Ionen einer besonders großen Masse, wobei es keine feste Größe gibt, ab der man ein Ion als Schwerion bezeichnet. Ein Schwerion ist bspw. C14. Dadurch, dass Schwerionen geladen sind, lassen sie sich elektromagnetisch beschleunigen. Aufgrund ihrer Masse haben sie dann eine hohe kinetische Energie, die sie im Stoßprozess mit anderen Atomen abgeben können. Schwerionen können bspw. in der Strahlentherapie eingesetzt, um Tumorzellen so zu schädigen bzw. abzutöten.

sehr harte Strahlung

Als sehr harte Strahlung wird Röntgenstrahlung mit geringer Wellenlänge und hoher Frequenz bezeichnet. Definiert ist sie über eine Anodenspannung von 400 kV bis 3.000 kV (3 MeV).

Sekundärstrahlung

Als Sekundärstrahlung wird Streustrahlung bezeichnet, die quasi in erster Generation von der Primärstrahlung generiert wird. Die Sekundärstrahlung stammt insofern von einem unmittelbar vom Nutzstrahl exponierten Objekt.

Siehe auch Comptoneffekt, Streuung und Streustrahlung.

Selbstbestimmungsrecht

Die Selbstbestimmung ist ein Grundrecht, das in der Grundrechtscharta der Europäischen Union und im deutschen Grundgesetz verankert ist. Zu der Selbstbestimmung gehört es auch, selber über Untersuchungs- und Behandlungsmaßnahmen entscheiden zu können. Das haben ärztliches und nicht ärztliches-medizinisches Personal auch im Rahmen der medizinischen Behandlung zu beachten. Damit der Patient aber frei entscheiden kann, muss er informiert sein. Insofern impliziert das Selbstbestimmungsrecht des Patienten auch das Recht auf Information – Informationen über die Erkrankung, Vor- und Nachteile sowie die wesentlichen Komplikationsmöglichkeiten einer Untersuchung oder Behandlung und mögliche alternative Behandlungsmaßnahmen.

Eine Behandlung gegen den Willen des Patienten ist rechtswidrig und kann als strafbare Körperverletzung gewertet werden (§ 223 StGB).

Siehe auch: Aufklärung

Sensoren, digitale

siehe digitale Sensoren

Servicequalität

Unter Servicequalität kann zusammengefasst werden, was als Service wahrgenommen wird – von Patient:innen, Angehörigen aber auch Zuweiser:innen und Kolleg:innen. Dabei spielen die Faktoren, die zur einem reibungslosen Ablauf beitragen und natürlich auch die Freundlichkeit und Verbindlichkeit der Dienstleistenden eine wesentliche Rolle. Strukturelle Grundlagen wie die telefonische Erreichbarkeit und die zur Verfügung stehenden Ressourcen sind darüber mittelbar eingebunden.

Sievert

Der Begriff des Sievert (Sv) beruht auf dem schwedischen Mediziner und Physiker Rolf Sievert und ist eine Masseinheit für die Äquivalentdosen. Das Sievert wird also dann verwendet, wenn die Energiedosis unter Berücksichtigung der biologischen Schädigungspotenz der verwendeten Strahlenart normiert wurde. Das Sievert bildet dadurch unmittelbar das biologische Risiko stochastischer Schäden  im Niedrigdosisbereich bis 1 Sv ab.

Mit den Risikokoeffizienten (z.B. Krebsmortalitätskoeffizient von 5%/Sv) lässt sich bspw. auf Grundlage der effektiven Dosis errechnen, wie viele Personen bei einem Kollektiv, das mit einer bestimmten Dosis exponiert wurde, mehr an Krebs sterben, als bei einem nicht exponierten Kollektiv.