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Signal-Rausch-Verhältnis

Als Signal-Rausch-Verhältnis wird das Verhältnis des eigentlich informationstragenden Signals gegenüber dem nicht-informationstragenden Rauschen verstanden.

Je größer das Störsignal (Rauschen) im Verhältnis zum Messsignal (eigentliches Bild), um so schlechter und undeutlicher ist das Bild. Ein gutes Signal-Rausch-Verhältnis ist insofern die Grundlage guter Bildqualität.

Um das Signal-Rausch-Verhältnis zu verbessern, kann entweder die Signalstärke durch eine Steigerung der Dosis erhöht werden. Oder es wird ein besserer Detektor eingesetzt, der in der Lage ist, die Informationen – beim Röntgen die Röntgenquanten – besser aufzufangen und zu verarbeiten, wodurch wiederum das Signal besser wird.

Mit einem neuen Detektor mit einer besseren Signalausbeute kann der Anwender im Sinne des Strahlenschutzes selbst entscheiden: Möchte er bei gleicher Dosis eine höhere Bildqualität oder bei gleicher Bildqualität die Dosis senken.

Siehe auch: Rauschen

Signalqualität

Die Signalqualität ist ein Baustein, der zur Abbildungsqualität beiträgt. Je besser ein Informationssignal – in der Radiologie das Bildsignal – , um so besser ist die Voraussetzung für eine gute Abbildung. Die Signalqualität wird wesentlich beeinflusst von der Dosis und der Güte des Bildempfängersystems und – bei modernen digitalen Anlagen nur unwesentlich – vom potenziellen Informationsverlust im Rahmen der Informationsverarbeitung. Sowohl die Dosis als auch die Güte des Bildempfängersystems sind wesentliche Faktoren, die zu einem mehr oder weniger guten Signal-Rausch-Verhältnis beitragen.

Jedes Quant mehr ist potenziell ein Quant mehr am Bildempfängersystem. Erreichbar durch eine höhere Dosis – oder durch ein besseres Bildempfängersystem. Denn je mehr Quanten vom Bildempfängersystem aufgenommen und verarbeitet werden können – je höher seine Signalausbeute – , um so besser ist das resultierende Gesamtsignal.

somatischer Schaden

Als somatische Schäden werden Schäden bezeichnet, die an Zellen des unmittelbar von ionisierenden Strahlen betroffenen Organismus auftreten, soweit sie nicht der Keimbahn angehören. Somatische Schäden beeinträchtigen Lebens- und/oder Funktionsfähigkeit der betroffenen Zellen.

Zu den somatischen Schäden gehören sowohl deterministische Gewebsuntergänge mit ggf. anschließender Fibrose, als auch stochastische Veränderungen, die bspw. zur Krebserkrankung führen können.

Somatische Schäden sind von genetischen und teratogenen Schäden abzugrenzen.

Speicherfolientechnik

siehe Lumineszenzradiographie

Sperrbereich

Der Sperrbereich ist ein spezieller Bereich innerhalb des Kontrollbereich; einzurichten, wenn eine Dosis von mehr als 3mSv pro Stunde überschritten werden kann.

Der Sperreereich darf auch von beruflich strahlenexponierten Personen nur bereten werden, wenn dies zwingend erforderlich ist und die oder der Strahleschutzbeauftragte dies zuvor genehmigt hat und den Aufenthalt überwacht.

Typische Sperrbereich sind der Bestrahlungsraum eines Linearbeschleunigers und der Bereich im Heißlabor der Nuklearmedizin im Bleibunker (dort, wo die Nuklide zur Applikation gut abgeschirmt vorbereitet werden).

Spezialkurs

Spezialkurse vermitteln im Rahmen des Fachkundeerwerbs im Anschluss an den Grundkurs das für die entsprechende Fachkunde spezifische Wissen – zur Röntgendiagnostik, der Computertomographie, der interventionellen Radiologie oder zu den Anwendungen in der Nuklearmedizin oder Strahlentherapie.

Staatliches Amt für Arbeitsschutz

Der Strahlenschutz ist grundsätzlich ein Bereich der dem Arbeitsschutz zugerechnet wird. Je nach landesspezifischer Organisation findet sich der Arbeitsschutz unterschiedlichen Ämtern zugeordnet – mal der Bezirksregierung, mal einem eigenen Gewerbeaufsichtsamt.

Standard Operating Procedures (SOP)

Im Deutschen kann an Stelle des Begriffs der Standard Operating Procedures der Begriff der Arbeitsanweisung verwendet werden. Arbeitsanweisungen sind strahlenschutzrechtlich geforderte Arbeitshilfen und arbeitsrechtlich verbindliche Vorgaben, die dazu beitragen sollen, dass regelmäßig wiederkehrende Untersuchungen nach einem zuvor geplanten und qualitätsgesicherten Standard durchgeführt werden. Der didaktische Ansatz ist dabei vielfältig. Nicht nur, dass Mitarbeiter jederzeit nachlesen können, wie eine Untersuchung oder Therapie vorzubereiten und durchzuführen ist. Arbeitsanweisungen führen auch dazu, unnötige Kommunikation und Diskussionen zu vermeiden und mehr Zeit und (geistige) Freiräume für das eigentlich medizinische Problem und – auf den Tag gesehen – für die besonderen Fälle zu haben. Zudem können sie dazu beitragen, dass die Einarbeitung neuer Mitarbeiter:innen schneller und sicherer erfolgt.

Siehe auch Arbeitsanweisung

Stehanode

Die Stehanode ist die einfachste Form der Anode, bei der ein statischer Fokus genutzt wird. Die Stehanode kann aufgrund der punktuellen thermischen Belastung nur bei Untersuchungen mit geringer Dosisleistung wie bei konventionellen zahnmedizischen Röntgenaufnahmen eingesetzt werden.

Stelle, ärztliche

siehe Ärztliche Stelle