Beta-Minus-Zerfall

Beim Beta-Minus-Zerfall zerfällt ein Neutron in

Mit dem Beta-Minus-Zerfall steigt die Ordnungszahl (ein Proton mehr), während die Massezahl gleich bleibt.

Der Beta-Minus-Zerfall tritt bei instabilen Nukliden mit hoher Neutronenzahl und verhältnismäßig geringer Protonenzahl auf. Mit dem Zerfall wird ein stabilerer Zustand erreicht – ggf. allerdings zunächst in einem angeregten “Übergangsstadium” (metastabiler Zustand), der mit Aussenden eines Gammaquants (Gammastrahlung) überwunden wird.

Beta-Plus-Zerfall

Beim Beta-Plus-Zerfall zerfällt ein Proton in

  • ein Neutron,
  • ein positiv geladenes Elektron ( = Beta-Plus-Strahlung), das auch Positron genannt wird, und
  • ein Neutrino.

Der Beta-Plus-Zerfall tritt bei instabilen künstlich erzeugten Nukliden auf.

Mit dem Zerfall verringert sich die Ordnungszahl (ein Proton weniger), während die Massezahl gleich bleibt.

Betastrahlung

Betastrahlung wird die ionisierende Strahlung genannt, die durch die Aussendung von Betateilchen, also negativ geladene Elektronen oder positiv geladene Elektronen (Positronen) charakterisiert ist. Betastrahlung ist also Teilchenstrahlung und Folge des Betazerfalls, bei dem ein radioaktives Nuklid eben jene Betateilchen aussendet.

Betastrahlung hat keine fest definierte (diskrete) kinetische Energie, sondern ein Spektrum von Null bis zu einem, für den zerfallenden Kern charakteristischen Maximalwert. Typischerweise liegt er bei etwa 1MeV.

Betastrahler haben eine größere Reichweite als Alphastrahler, aber eine geringere Reichweite als Gammastrahlung. Betastrahler können bereits durch 1 cm dickes Plexiglas abgeschirmt werden (siehe Protektoren in der Nuklearmedizin).

Ein bekannter Betastrahler ist Jod 131, das bspw. bei einem Reaktorunglück freigesetzt werden kann. Durch Inkorporation und Anreicherung in der Schilddrüse kann es zu Schilddrüsenkrebs führen. Jod 131 wird auch zur Radiojodtherapie verwendet.

Siehe hierzu auch: Radiojodtherapie.

Betazerfall

Als Betazerfall bezeichnet man einen Kernzerfall, bei dem Betastrahlung, also ein negativ oder positiv geladene Elektronen freigesetzt werden.

Beim Beta-Plus-Zerfall wird ein positiv geladenes Elektron (Positron) freigesetzt. Beim Beta-Minus-Zerfall wird ein negativ geladenes Elektron freigesetzt.

Betreiber

Als Betreiber im Sinne des Strahlenschutzrechtes wird derjenige bezeichnet, der eine Anlage zur Erzeugung ionisierender Strahlen oder radioaktiver Substanzen besitzt und diese einsetzt bzw. von bei ihm Beschäftigten einsetzen lässt. Betreiber kann insofern eine natürliche Person (z. B. ein Praxisinhaber) oder auch eine juristische Person (z. B. eine Krankenhausgesellschaft) sein.

Der Betreiber ist üblicherweise zugleich Strahlenschutzverantwortlicher. Ist eine juristische Person (z.B. eine GmbH) der Betreiber, dann muss sie sich von einer natürlichen Person (einem Menschen) als Strahlenschutzverantwortlicherm vertreten lassen (z. B. dem Krankenhausgeschäftsführer).

Der Betreiber ist zuständig für die Anzeige oder den Genehmigungsantrag vor Inbetriebnahme einer Anlage zur Erzeugung ionisierender Strahlen oder dem Einsatz von Radionukliden und verantwortlich für die Umsetzung der strahlenschutzrechtlichen Vorgaben.

Siehe auch Strahlenschutzveranwtortlicher.

Betriebsnummer

Jeder Betrieb, bei dem beruflich strahlenexponierte Personen beschäftigt sind, erhält eine Betriebsnummer, unter der die bei ihm Beschäftigten, die der amtlichen Personendosimetrie unterliegen, geführt werden. Zusätzlich erhält jede berufliche strahlenexponierte Person eine (aus der Sozialversicherungsnummer verschlüsselt abgeleitete) Strahlenschutzregisternummer (SSR-Nr.).