Befundungsqualität

Die Befundungsqualität bildet die Qualität des – meist schriftlich verfassten – Befundes ab und ist davon abhängig, was der Arzt in Anbetracht der Bildqualität und der Technik erkennen kann, was er tatsächlich erkannt hat, wie er das Gesehehen medizinisch wertet und wie er die Erkenntnisse zu dokumentieren und zu vermitteln weiss. In diesem Sinne spielen dann auch die Struktur des Befundes und die innere Logik, die den Befund nachvollziehbar machen soll, sowie Ausdruck, Rechtschreibung und Grammatik eine Rolle.

Auch wenn medizinrechtlich die zeitnahe Dokumentation einer Befunderhebung gefordert ist, so zeichnet sich das Befunden nicht allein dadurch aus, dass am Ende ein schriftlicher Befund vorliegt. “Befundung” ist insofern auch das Betrachten und Analysieren eines Röntgenbildes mit dem Ziehen therapeutischer Schritte (ggf. nichts weiter zu tun), auch unabhängig davon, ob dies (lege artis) dokumentiert wird.