Abbildungsqualität

Abnahmeprüfung

Bevor eine Anlage zur Erzeugung ionisierender Strahlen in Betrieb bzw. nach einer Änderung, die Bildqualität und/oder Dosisbedarf beeinflussen könnte, wieder in Betrieb genommen werden darf, muss sie einer abschließenden Prüfung unterzogen werden. Diese Prüfung nennt man Abnahmeprüfung.

Die Abnahmeprüfung erfolgt durch den Hersteller oder Lieferanten.

Ziele der Abnahmeprüfung sind:

  1. sicherzustellen, dass die erforderliche Bildqualität mit möglichst geringer Strahlenexposition erreicht wird und
  2. die Bezugswerte für die Konstanzprüfung zu bestimmen.

Absorption

“absorptio” = “Aufsaugung”

Mit Absorption ist gemeint, dass Materie, die Röntgenstrahlung ausgesetzt ist, diese absorbieren und folglich schwächen kann. Dabei wird Energie von der Materie aufgenommen bzw. von der Strahlung auf die Materie übertragen.

Das Ausmass der Absorption ergibt sich aus der Wechselwirkung von Materie und Strahlung – und ist abhängig von der Materie (Zusammensetzung, Beschaffenheit …) und der Strahlung (Art, Energie, …).

Beim Einsatz ionisierender Strahlung in der Medizin wird die Absorption gezielt genutzt:

  • beim Röntgen sorgen die Absorptionsunterschiede für ortsabhängig unterschiedliche Belichtungen und folglich Grauwertunterschiede und führen somit zu den Bildern und
  • bei der Therapie in Nuklearmedizin und Strahlentherapie sorgt die Absorption für die Wirkung der Therapien.

Abstandsquadratgesetz

Das Abstandsquadratgesetz besagt: Die Dosis nimmt umgekehrt proportional zum Quadrat des Abstands zur Strahlenquelle ab. Konkret: Mit einer Verdoppelung des Abstands reduziert sich die Dosis auf 1/4 und mit einer Verdreifachung des Abstands auf 1/9.

Achtung: Mit Dosis ist hier die Dosis je Flächeneinheit gemeint.

Die Wirkweise des Abstands ergibt sich aus der Divergenz, also der fächerförmigen Ausbreitung der Röntgenstrahlung: Je größer der Abstand zur Strahlenquelle, um so größer wird die bestrahlte Fläche, auf der sich die Photonen verteilen. Verteilen sich gleich viele Photonen auf eine größere Fläche, so nimmt die Dosis pro Flächeneinheit ab.

Mit größerem Abstand und größerer Fläche wird also die Quanten- bzw. Photonendichte geringer – ein Umstand, den sich Anwender durch einen größeren Abstand zunutze machen. Sie werden dann von weniger Strahlung exponiert (“getroffen”).

Übrigens: In der Summe nimmt die Gesamtdosis auf die bestrahlte Fläche nicht ab. Siehe hierzu auch: DosisflächenproduktDFP.