ALARA

ALARA ist die Abkürzung für “As Low As Reasonably Achievable” und meint: “Nur so viel (Dosis) wie vernünftigerweise erforderlich”.

“Vernünftig” meint dabei so viel, wie es nötig ist, um das Ziel (z.B. eine aussagekräftige Röntgenaufnahme oder das Abtöten eines Tumors) zu erreichen, ohne unverhältnismäßige Nebenwirkungen heraufzubeschören.

Wirtschaftliche Apekte, die im Gesundheitswesen gesellschaftliche Bedeutung haben, dürfen in diesem Kontext mit einfließen. So wäre es bspw. nicht vernünftig, zur Vermeidung von Röntgenstrahlen bei jeder Extremitätenverletzung ein MRT durchzuführen. Der hohe Aufwand/die hohen Kosten einer MRT stehen eben in keinem Verhältnis zu der ausgesprochen geringen Exposition einer Röntgenaufnahme der Extremität.

Siehe auch: Dosisoptimierung

Albedodosimeter

Albedodosimeter kommen in Strahlenfeldern mit Neutronen oder in gemischten Photonen-Neutronen-Strahlungsfeldern zum Einsatz. Mit dem Albedodosimeter kann also sowohl die Photonendosis als auch die Neutronendosis bestimmt werden. Da zur Bestimmung der Dosis aus Neutronenstrahlung die Rückstreuung aus dem Körper genutzt wird, muss darauf geachtet werden, dass die Rückseite des Dosimeters zum Körper gerichtet ist. (Bildquelle: MPA Dortmund)

Alphateilchen

Ein Alphateilchen ist ein, aus einem instabilen Nuklid abgespaltener Teil eines Atomkerns – eines Alphastrahlers.

Das Alphateilchen besteht aus 2 Protonen und 2 Neutronen. Es ist daher mit einem Heliumkern gleichzusetzen. Für ein stabiles Heliumatom fehlen dem Alphateilchen jedoch 2 Elektronen.

Ein Alphateilchen ist somit im Vergleich zu einem Elektron (Betateilchen) ausgesprochen groß, schwer und gleich zweifach positiv geladen. Die Ladung erklärt das große Bestreben, seine innerste Elektronenhülle mit zwei Elektronen zu füllen. Damit ist die Ionisationspotenz des Alphateilchens zu erklären – sein Vermögen, einem anderen Atom zwei Elektronen zu entreißen.

Nicht nur die Potenz zur Ionisation, sondern auch die geringe Reichweite von Alphateilchen lässt sich mit seinen Charakteristika erklären: Trifft ein Alphateilchen auf Materie (z. B. auf die Haut), dann dringt es wegen seiner Ladung und der frühen starken Wechselwirkung mit der Materie nicht tief ein. Dadurch, dass es sehr schnell die beiden fehlenden Elektronen aufnimmt, wird es schnell zum Heliumatom und verliert zugleich seine ionisierende Wirkung.