Alphateilchen
Ein Alphateilchen ist ein, aus einem instabilen Nuklid abgespaltener Teil eines Atomkerns – eines Alphastrahlers.
Das Alphateilchen besteht aus 2 Protonen und 2 Neutronen. Es ist daher mit einem Heliumkern gleichzusetzen. Für ein stabiles Heliumatom fehlen dem Alphateilchen jedoch 2 Elektronen.
Ein Alphateilchen ist somit im Vergleich zu einem Elektron (Betateilchen) ausgesprochen groß, schwer und gleich zweifach positiv geladen. Die Ladung erklärt das große Bestreben, seine innerste Elektronenhülle mit zwei Elektronen zu füllen. Damit ist die Ionisationspotenz des Alphateilchens zu erklären – sein Vermögen, einem anderen Atom zwei Elektronen zu entreißen.
Nicht nur die Potenz zur Ionisation, sondern auch die geringe Reichweite von Alphateilchen lässt sich mit seinen Charakteristika erklären: Trifft ein Alphateilchen auf Materie (z. B. auf die Haut), dann dringt es wegen seiner Ladung und der frühen starken Wechselwirkung mit der Materie nicht tief ein. Dadurch, dass es sehr schnell die beiden fehlenden Elektronen aufnimmt, wird es schnell zum Heliumatom und verliert zugleich seine ionisierende Wirkung.
