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Kenntnisse

Der Begriff der Kenntnisse ist im Strahlenschutz ein rechtlich definierter Begriff. Gemeint ist damit ein grundlegendes Wissen, dass es erlaubt, (nur!) unter Aufsicht und Verantwortung eines Fachkundigen ionisierende Strahlen anzuwenden.

Die Kenntnisse im Strahlenschutz werden von Ärzten und nicht-ärztlichem Personal durch eine Kursteilnahme erworben.

Kenntnisse

Der Begriff der “Kenntnisse im Strahlenschutz” ist rechtlich definiert. Dabei handelt es sich um eine Qualifikation, die von ärztlichem und nicht ärztlichem Personal mittels eines Kurses erworben werden kann. Die Kernntnisse im Strahlenschutz erlauben die Anwendung ionisierender Strahlen – lediglich – unter Aufsicht und Verantwortung eines Fachkundigen.

Ebenso wie die Fachkunde im Strahlenschutz müssen auch Kenntnisse alle 5 Jahre durch einen Kurs aktualisiert werden.

Kerma

Kerma ist die Abkürzung für Kinetic Energy released per unit mass und bedeutet übersetzt: Kinetische Energie, die in Materie freigesetzt wird.

Dabei wird nicht die Energie gemessen, die in die Materie eindringt oder in ihr verbleibt, sondern die Bewegungsenergie der Sekundärprozesse, die aufgrund der Energieübertragung entstehen.

In welchem Ausmass Energie übertragen bzw. absorbiert wird, ist von der Strahlung, aber auch vom bestrahlten Material abhängig. Bestimmte Stoffe absorbieren besser als andere.

Kernladungszahl

Die Kernladungszahl (zugleich Ordnungszahl) gibt die Anzahl positiver Ladungsträger im Atomkern wieder und entspricht der Anzahl an positiv geladenen Protonen.

Die Kernladungszahl gibt zugleich an, wie viele Elektronen die Hülle enthält (soweit das Atom nicht ionisiert ist). Blei mit einer Ordnungszahl von 82 beherbergt folglich 82 Elektronen, während Calcium eine Ordnungszahl von 20, Sauerstoff von 8 und Wasserstoff von 1 entsprecehnd weniger Elektronen aufweisen.

Die Anzahl der Elektronen lässt zugleich erahnen, wie gut Röntgenstrahlung im Energiebereich der medizinischen Bildgebung von einem Element absorbiert wird – denn die Absorption erfolgt durch die Hüllenelektronen.

Kernzerfall

Kann ein Atomkern aufgrund seiner Zusammensetzung von vielen positiv geladenen Protonen (die sich voneinander abstoßen) udnd der nicht geladenen Neutronen seine Kernteile nicht beieinander halten, so spricht man von einem instabilen Kern. Er zerfällt. Beim Zerfall wird Energie in Form von Wärme und/oder in Form ionisierender Strahlung als Neutronenstrahlung, Alpha- oder Betastrahlung und/oder auch als Gammastrahung freigesetzt.

Kilovolt

Kilovolt (kV, Tausend-Volt) ist die Maßeinheit für die Röhrenspannung, die am Generator der Röntgeneinheit eingestellt wird.

Die Röhrenspannung wird zwischen Kathode und Anode angelegt und ist für die Beschleunigung der Elektronen in der Röntgenröhre verantwortlich. Je höher die Röhrenspannung, um so größer ist die kinetische Energie der Elektronen, mit der diese auf die Anode treffen. Je höher die kinetische Energie, um so größer ist die Grenzenergie der entstehenden Röntgenstrahlung.

Mit der Röhrenspannung wird folglich die Qualität der Röntgenstrahlung bestimmt. Je höher die kV, um so härter die Röntgenstrahlung.

Hionweis: Die Röhrenspannung in kV (Kilovolt) ist nicht gleichzusetzen mit der Energie von Teilchen und Photonen in der Einheit der keV (Kiloelektronenvolt).

Siehe auch kV und keV

Kinderfilter

Der Kinderfilter ist ein Zusatzfilter, dessen Einsatz für alle Röntgenaufnahmen des Stammskeletts und der langen Röhrenknochen bei Kindern zwingend vorgeschrieben ist. Mit dem Zusatzfilter soll . ergänzend zum Eigenfilter – eine weitere Aufhärtung des Röntgenstrahls und somit eine weitere Eliminierung weicher Röntgenstrahlen erreicht werden. Hierdurch kommt es zwar zu einem Kontrastverlust, der jedoch durch eine geringere Streustrahlung bei – im Verhältnsi zum Erwachsenen – geringeren Objektdurchmesser wieder ausgeglichen wird.

Der Kinderfilter muss Gleichwerte von mindestens 1 mm Aluminium (Al) plus mindestens 0,1 mm Kupfer (Cu) aufweisen und wird zusätzlich zum Eigenfilter eingebracht. Bei Kindern wird folglich in der Summe mit einem Filter von mindestens 3,5 mm Al plus mindestens 0,1 mm Cu geröntgt (wenn möglich sollten sogar plus 0,2 mm Cu genutzt werden).

Siehe auch: Filter

Kinetische Energie

Kinetische Energie ist Bewegungsenergie und folglich die Energie, die ein Objekt aufgrund seiner Bewegung enthält. Sie entspricht der Arbeit, die erforderlich ist, um das Objekt der vorgegebenen Masse entsprechend zu beschleunigen.

Die kinetische Energie, mit der die Elektronen auf die Anode treffen, ist dafür verantwortlich, welche Grenzenergie beim Röntgenstrahlenspektrum erreicht wird. Werden die Elektronen auf 100 keV beschleunigt, weisen die (wenigen) Photonen mit der höchsten Energie knapp 100 keV auf. Da in der Röntgenröhre Bremsstrahlung entsteht, werden bei einer Röhrenspannung von 100 kV Photonen von 0 bis 100 keV freigesetzt,

Kollektive Verfahrensdosis

Die kollektive Verfahrensdosis resultiert einerseits aus der Dosis, die mit dem Verfahren in der Einzelanwendung verbunden ist und andererseits aus der Häufigkeit der Anwendung des Verfahrens.

Röntgenuntersuchungen in der Zahnmedizin sind zwar sehr häufig, ergeben jedoch nur eine geringe kollektive Dosis, da die zwar häufig durchgeführte Einzelzahnaufnahme jeweils aber eine nur minimale effektive Dosis verursacht.

Anders ist es bei den CT-Untersuchungen: Es werden zwar deutlich weniger CT-Untersuchungen durchgeführt, doch hier bedingt die relative hohe effektive Dosis der Einzelanwendung eine in der Summe im Vergleich zu allen übrigen Anwendungen hohe kollektive Verfahrensdosis.

Konstanzprüfung

Unter der Konstanzprüfung versteht man eine durch den Betreiber im laufenden Betrieb und regelmäßig durchzuführende Überprüfung von Bezugswerten, die im Rahmen der Qualitätssicherung der Röntgendiagnostik, der Nuklearmedizin und der Strahlentherapie gefordert ist.

Die Bezugswerte werden von entsprechend qualifizierten Personen bei der Abnahme- oder Teilabnahmeprüfung festgelegt. Dabei sind bei den verschiedenen Modalitäten und Geräten – entsprechend der normativen Vorgaben – unterschiedliche Parameter zu prüfen, Grenzwerte einzuhalten und spezifische Prüfkörper zu benutzen. In der Röntgendiagnostik sind neben Dosiswerten die Orts- und die Kontrastauflösung wichtige Prüfparameter.