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Last-Image-Hold

Unter Last-Image-Hold versteht man das Festhalten des zuletzt erzeugten Durchleuchtungsbildes im Bildspeicher und dessen Anzeige auf dem Arbeitsmonitor. Das ermöglicht, diese Bildsituation in Ruhe zu analysieren, ohne dass währenddessen durchleuchtet, also Strahlung appliziert werden muss. Die Möglichkeit des Abspeicherns dieses letzten Bildes stellt eine weitere Möglichkeit der Dosisminimierung dar. Stellt nämlich dieses Bild zugleich das dar, was dokumentiert werden soll, so kann mit der Nutzung der Last-Image-Hold-Funktion auf die Anfertigung einer zusätzlich (Einzel)Aufnahme zur Dokumentation verzichtet werden.

Lebenszeitrisiko

Das Lebenszeitrisiko wird im Zusammenhang mit dem Strahlenschutz bspw. als Lebenszeitmortalitätsrisiko ausgewiesen – gemeint ist in dem Fall das Risiko, infolge einer Strahlenexposition an Krebs zu sterben. Alternativ kann auch das Lebenszeitmorbiditätsrisiko ausgewiesen werden.

In das Lebenszeitmortalitätsrisiko spielt die Behandlungsmöglichkeit von Krebs hinein; je besser behandelbar und je größer die Erfolge der Krebstherapie, um so geringer wird theoretisch das Krebsmortalitätsrisiko, obwohl die Strahlenexposition in seiner Wirkung unabhängig ist von Therapieoptionen.

Leckstrahlung

Außerhalb des Fokus entstehende Strahlung, die die Röhre nicht durch das Strahlenaustrittsfenster verlässt, sondern das Röhrengehäuse andernorts überwinden kann, wird als Leckstrahlung bezeichnet.

Von der Leckstrahlung ist die Extrafokalstrahlung zu unterscheiden. Als Extrafokalstrahlung wird jene Strahlung bezeichnet, die außerhalb des Fokus entsteht und zudem so ausgerichtet ist, dass sie neben dem Nutzstrahlenbündel über das Strahlenaustrittsfenster die Röntgenröhre verlassen kann.

Ursächlich sind von der Anode rückgestreute Elektronen, die eben außerhalb des Fokus zur Erzeugung von Röntgenstrahlung führen.

Leitlinie, medizinische

siehe medizinische Leitlinie

Leitlinien der Bundesärztekammer zur Qualitätssicherung

Die Bundesärztekammer erarbeitet und veröffentlicht zu verschiedenen Themen und Arbeitsbereichen Leitlinien, die der Qualitätssicherung dienen sollen. Sie beinhalten insofern Vorgaben für die Durchführung bestimmter medizinischer, oft diagnostischer Maßnahmen (z.B. zur Röntgendiagnostik, Computertomographie und laboratoriumsmedizinischer Untersuchungen).

Leitlinien sollen zunächst eine Hilfestellung für die Leistungserbringer sein. Sie dienen jedoch vielfach zugleich als Maßstab für die Bewertung medizinischer Maßnahmen. Insofern ist es empfehlenswert, Leitlinien zu kennen und sie einzuhalten. Abweichungen können in Einzelfällen angebracht sein, müssen dann aber begründbar sein. Es empfiehlt sich, Abweichungen und die Begründung der Abweichung zu dokumentieren.

Leuchtschirmradiographie

Siehe Fluoroskopie

Linienpaare pro Millimeter

Siehe Lp/mm

Lp/mm

Im Röntgen wird die Ortsauflösung im Hochkontrast in Linienpaaren pro Millimeter (Lp/mm) angegeben. Ein Linienpaar besteht aus einer Linie (Metallstreifen bzw. Absorbermaterial) einer bestimmten Breite und dem kaum absorbierenden Zwischenraum zur nächsten Linie in gleicher Breite. Je größer die Zahl der Linienpaare, die auf einem Millimeter unterzubringen sind, um so dünner müssen die Linien sein. Die Orts- bzw. Hochkontrastauflösung ist um so besser, je mehr Lp/mm erkennbar sind.

Lumineszenzradiographie

Unter Lumineszenz versteht man den Vorgang, bei dem Energie von Materie absorbiert, die Materie in einen angeregten Zustand versetzt und letztlich Licht emittiert, also freigesetzt wird. Bei der Lumineszenzradiographie ist eine Lumineszenzfolie ein Teil des Detektorsystems. Hier auftreffende Energie wird gespeichert (daher auch Speicherfolientechnik) und später in einem externen Scanner ausgelesen.

mA

mA steht für Milliampere und gibt an, wie groß der Röhren- bzw. Heizstrom der Röntgenröhre ist. Der Röhren- oder Heizstrom ist der Strom der Elektronen von der Kathode zur Anode, der dadurch entshet, dass Strom mit geringer Spannung an der Kathode angelegt wird und in der vakuumierten Röntgenröhre zur Freisetzung von Elektronen führt. Mit dem Heizstrom werden folglich indirekt die Anzahl der von der Röntgenröhre emittierten Röntgenquanten reguliert. Je höher der Heizstrom, um so mehr Elektronen werden zur Anode hin beschleunigt und um so mehr Röntgenstrahlen werden an der Anode erzeugt. Mit den mA wird folglich die Quantität der Röntgenstrahlung variiert.