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rekursive Filterung
Bei der rekursiven („zurückgehenden“) Filterung handelt es sich um die zeitliche Filterung eines Bildes. Das bedeutet, dass das aktuell gezeigte Bild nicht allein aus dem letzten Belichtungspuls heraus entsteht, sondern jeder Bildpunkt aus zeitlich unterschiedlich weit zurückliegenden Pulsen berechnet wird. Bei einem Mischfaktor von 2 fließt das aktuelle Bild zu 50 % ein, das davor liegende zu 30 % und das davor liegende zu 20 %. Die rekursive Filterung kann bei der gepulsten Durchleuchtung eingesetzt werden. So lässt sich die Pulsrate (und folglich die Dosis) reduzieren. Zugleich bleibt trotz reduzierter Zahl an Urspungsbildern der Eindruck eines – je nach Pulsrate – mehr oder weniger „flüssigeren“ Films erhalten. Nachteile der Technik sind: Bewegungen „ziehen nach“ und der Kontrast wird reduziert. Zugleich wird aber auch das Rauschen gemindert (um den Faktor Wurzel von 2 x Mischfaktor – 1).
Richtlinien des Bundesumweltministeriums
Richtlinien stehen in der Rangfolge unter Gesetzen und Verordnungen. Sie ergänzen diese.
Das Bundesumweltministerium kann bspw. Richtlinien herausgegeben, mit denen Vorgaben für die Umsetzung des Strahlenschutzrechts bzw. der Gesetze und Verordnungen gemacht werden. Eine der wichtigen Richtlinien ist die “Fachkunderichtlinie” (Richtlinie Fachkunde und Kenntnisse im Strahlenschutz bei dem Betrieb von Röntgeneinrichtungen in der Medizin oder Zahnmedizin), in der geregelt wird, wie Anwender:innen von Röntgenstrahlen in der Medizin zu qualifizieren sind.
Roadmapping
Das Roadmapping ist ein Verfahren, dass in der Angiographie angewendet wird. Dabei wird das Füllungsbild einer zunächst durchgeführten Gefäßdarstellung als Maske verwendet. Das Füllungsbild wird (bei unveränderter Position von Röhre und Patient) vom aktuellen Durchleuchtungsbild subtrahiert. Das bedeutet: Strukturen (wie die Knochen), die in beiden Bildern aufgenommen werden, werden nicht gezeigt. Das Kontrastmittel in den Gefäßen wird „negativ“ und der Katheter positiv dargestellt. So wird das Kontrastmittelbild zur Roadmap, zur Straßenkarte und der Arzt kann leicht erkennen, wo er mit seinem Katheter abzweigen muss.
Röhrenfilter
Der Röhrenfilter ist in der Summe das Material, das sich zwischen Anode und dem freien Rau zum Objekt hin befindet, das vom Röntgenstrahl beim Austritt aus der Röntgenröhre passiert wird. All das material führt zu einer Filterung bzw. Aufhärtung der Strahlung.
Der Röhrenfilter besteht aus dem Eigenfilter und ggf. ergänzendem Zusatzfilter.
Siehe auch Filter, Eigenfilter und Zusatzfilter.
Röhrenspannung
Die Anoden- oder Röhrenspannung ist die Spannung, die zwischen Kathode und Anode angebracht zur Beschleunigung der Elektronen führt. Gemessen wird die Anodenspannung in Kilovolt, abgekürzt kV. Je höher die Anodenspannung, um so stärker ist die Beschleunigung der Elektronen, also die kinetische Energie, mit der die Elektronen auf die Anode auftreffen. Und je höher die kinetische Energie, um so energiereicher, kurzwelliger bzw. härter ist die auf der Anode entstehende Röntgenstrahlung.
