Der Röntgenbildverstärker war lange Zeit Standardbestandteil einer jeden Durchleuchtungseinheit. Der Röntgenbildverstärker weist zum Patienten hin gerichtet den Eingangsleuchtschirm auf. Er besteht aus Cäsiumjodid und hat die Funktion eines Szintillators. Hier werden die Röntgenphotonen absorbiert und energetisch betrachtet zunächst in Lichtphotonen gewandelt. Auf der Rückseite des Szintillators befindet sich eine Photokathode. Hier sorgen die Lichtphotonen für die Freisetzung von Elektronen, die dann in der Röhre des Bildverstärkers elektronisch objektgerecht auf einem erheblich kleineren Feld gebündelt werden. So gebündelt treffen sie auf den Ausgangsleuchtschirm – und führen zwar zu einer Verkleinerung des Bildes, aber durch die Bündelung des Elektronenstrahls und einer Beschleunigung der Elektronen auch zu einer deutlichen Verstärkung des Signals und folglich zu einem helleren Bild, als es der Eingangsleuchtschirm hergegeben hätte. Das Bild am Ausgangsbildschirm wird seit Einsatz der Fernsehkette abschließend von einer Videokamera oder einem Kamerachip abgegriffen und als Bildsignal ausgespielt.
In modernen Durchleuchtungsanlagen werden keine Bildverstärkerröhren mehr mit Fernsehkette, sondern Flachbilddetektoren verwendet, die unmittelbar ein digitales Bildsignal liefern.