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Dosis, Organ-

siehe Organdosis

Dosisbegrenzung

Die Dosisbegrenzung gehört zu den 3 Strahlenschutzgrundsätzen.

Dabei geht es darum, für die Normalbevölkerung und berufliche strahlenexponierte Personen nur soviel Exposition zuzulassen, wie es (gesellschaftlich) vertrebar erscheint.

Im Zuge der Dosisbegrezung müssen Dosisgrenzwerte definiert, Maßnahmen des Schutzes und der Überwachung vorgenommen werden.

Siehe auch: Strahlenschutzgrundsätze und Dosimetrie

Dosisflächenprodukt

Das Dosisflächenprodukt, abgekürzt DFP, ist eine Messgröße aus der Dosimetrie des Röntgens, der Durchleuchtung und der Digitalen Volumentomographie. Gemessen wird die Strahlung, die über die Fläche exponiert wird. Die Maßeinheit ist das cGy x cm2 oder Gy x m2.

Wird bei sonst identischen Bedingungen (gleiche kV, gleiche mAs, gleicher Fokus-Objekt-Abstand …) das Feld verkleinert, verringert sich – proportional zur Verkleinerung des Feldes – auch das DFP.

Gemessen werden kann das DFP mit Hilfe einer Ionisationskammer direkt hinter dem Strahlenaustrittsfenster und der Tiefenblende. Denn das DFP ist (bei unangetasteter Tiefenblende) auch bei unterschiedlicher Distanz zur Röhre konstant. Hintergrund: Mit Abstand zur Röhre wird das Feld durch das Divergieren der Röntgenstrahlung zwar größer, aber zugleich nimmt die Dichte der Photonen ab. Die Anzahl aller Photonen und somit die Dosis je Flächeneinheit, multipliziert mit der Fläche im Feld, bleibt jedoch konstant.

Siehe hierzu auch: Abstandsquadratgesetz.

Dosisgrenzwert

Dosisgrenzwerte sind gesetzlich festgelegte Dosiswerte, die zum Schutz der betroffenen Menschen nicht überschritten werden dürfen.

Im Strahlenschutz gibt es primäre und sekundäre Dosisgrenzwerte.

Primäre Dosisgrenzwerte gelten für beruflich strahlenexponierte Personen und für Einzelpersonen der Bevölkerung.

Die sekundären Dosisgrenzwerte sind sogenannte operationelle Größen zum Beispiel in Form von Aktivitätskonzentrationen oder Flächenbelegungen. Sie orientieren sich an den primären Grenzwerten und sind folglich so ausgelegt, dass mit ihnen auch die primären Dosisgrenzwert eingehalten werden können.

Die Dosisgrenzwerte gelten nur für Strahlenanwendungen, wie sie insbesondere in der Kerntechnik oder in der Medizin beim Personal vorkommen.

Für die medizinische Anwendung bzw. für Patient:innen gibt es keine Dosisgrenzwerte. Schließlich wird die Strahlung – nach rechtfertigender Indikation – nur dann angewendet, wenn sie – egal in welcher Größenordnung – mehr Nutzen als Schaden bringen soll.

Für die medizinische Anwendung gibt es anstelle von (starren) Grenzwerten für jede Anwendung diagnostische Referenzwerte, die sicherstellen sollen, dass bei der einzelnen Anwendung nicht mehr Strahlung verwendet wird als nötig. (siehe diagnostische Referenzwerte)

Dosisoptimierung

Die Dosisoptimierung gehört zu den 3 Strahlenschutzgrundsätzen.

Ziel der Dosisoptimierung ist es, entsprechend ALARA nur so viel Dosis zu applizieren, wie es für die Zielerreichung erfordrlich ist, aber auch tatsächlich die erforderliche Dosis zu applizieren, damit das Ziel (bspw. eine aussagekräftige Röntgenaufnahme) erreicht wird.

Im Zusammenhang mit der Dosisoptimierung spielt die (gerade auch technische) Qualitätssicherung eine große Rolle. Denn die erfordrliche Bildqualität mit geringst möglichen Dosis lässt sich nur mit einwandfrei funktionierender Technik erreichen.

Siehe auch: Strahlenschutzgrundsätze, ALARA und Qualitätssicherung

Drehanode

Die Drehanode ist eine spezifische Bauart der Anode in Form eines Tellers, auf den der Elektronenstrahl gerichtet wird. Der sich drehende Teller sorgt dafür, dass nicht unablässig ein stehender Fokus mit Elektronen beschossen wird. Durch das Drehen des Tellers ist der Fokus eben nicht statisch, sondern dynmisch. Mit der Kreisbahn wird eine deutlich größere Fläche genutzt und die themische Belastung des Fokus deutlich gesenkt – ein Erfordernis für lange Durchleuchtungszeiten, wie in der Angiographie und beim Spirtal-CT.

Durchleuchtung

Unter Durchleuchtung oder Fluoroskopie wird die röntgenologische Betrachtung unter mehr oder weniger kontinuierlicher Exposition verstanden. Während die Körperregion durchleuchtet wird, kann sie am Bildschirm betrachtet werden. Die Bilder können ferner aufgezeichnet und in ihrer Abfolge als Film oder einzeln betrachtet werden (siehe auch Last-Image-Hold). Typischerweise wird die Durchleuchtung immer dann angewendet, wenn Hohlsysteme (der Darm oder das Gefäßsystem einschließlich Herz) untersucht werden oder interventionelle Maßnahmen (z. B. das Einbringen eines Katheters) überwacht werden sollen. Ein wesentlicher Bestandteil der Durchleuchtungsanlage (im Gegensatz zum Buckyarbeitsplatz) ist ein – wie auch immer geartetes – dynamisches Aufnahmesystem als stationäres Durchleuchtungsgerät oder bspw. als C-Bogen.

Durchleuchtung, gepulste

siehe gepulste Durchleuchtung

Durchleuchtungskennlinie

Die Durchleuchtungskennlinie sind beim Durchleuchtungsgerät vorgegebene Kombinationen von Röhrenspannung und Röhrenstrom. Wird im Rahmen der automatischen Dosisregulierung die Dosis angepasst, dann geschieht dies auf der gewählten Durchleuchtungskennlinie – also mit den vorgegebenen kV-mA-Kombinationen. Die Kombination von kV und mA ist entscheidend dafür, welche Dosis appliziert wird. So kann mit der Kombination einer höheren kV (härtere Strahlung = weniger Absorption) und geringerer mA (weniger Photonen) bei ähnlicher Belichtung wie mit geringerer kV und höherer mA die effektive Dosis deutlich reduziert werden – unter Hinnahme eines etwas schlechteren Kontrastes.