A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T Ü V W Z

Grundnorm

Als Grundnorm wird die höchste Norm (Zusammenfassung von Regeln) eines Rechtssystems verstanden, das allen anderen Normen dieses Rechtsssystems übergeordnet ist.

Siehe auch EURATOM-Grundnorm.

Gy

siehe Gray

Halbschürze

Bei der Halbschürze handelt es sich um eine Patientenschürze, die den Unterbauch halbzirkulär nur von einer Seite abzudecken vermag. In der Regel ist das Abdeckmaterial an einem elastischen, offenen Ring befestigt, der über der Hüfte angebracht wird. Bei Halbschürzen handelt es sich um „leichten“ Gonadenschutz mit einem Bleigleichwert von üblicherweise 0,5 mm, der – sofern Schutzmassnahmen ergriffen werden sollen – lediglich im Streustrahl eingesetzt werden darf. Sollen Patientenschutzmittel im Nutzstrahls eingesetzt werden, dann muss dies schwerer Gonadenschutz mit einem Bleigleichwert von 1 mm sein.

Der Einsatz von Patientenschutzmittel ist nach Empfehlung der Strahlenschutzkommission von 2022 in der Regel nicht erforderlich. Siehe Empfehlungen der StrahlenschutzkommissionVerwendung von Patienten-Strahlenschutzmitteln bei der diagnostischen Anwendung von Röntgenstrahlung am Menschen

harte Strahlung

Als harte Strahlung wird Röntgenstrahlung mit geringerer Wellenlänge und höherer Frequenz bezeichnet. Definiert ist sie über eine Anodenspannung von 100 kV bis 400 kV.

Hautdosis

Unter Hautdosis versteht man die Dosis, die auf Hautniveau besteht bzw. absorbiert wird. Sie besteht aus der Einfalldosis plus Rückstreuung aus der Tiefe des Objekts. Die Oberflächendosis wird in der Dosimetrie als Schätzwert für die Hautdosis angenommen. Sofern die Haut nicht therapeutisch bestrahlt wird (bspw. wegen eines Basalioms) sollte die Hautdosis möglichst nierdig sein. Die Reduktion geschieht durch die Wahl einer möglichst hohen kV und dem Einsatz von Filtern, die die Strahlung aufhärten, also die weichen Anteile aus dem Strahlenspektrum reduzieren.

Heel-Effekt

Unter Heel-Effekt wird die Abschwächung der Röntgenstrahlung im Anodenmaterial mit Ausbildung eines Nutzstrahlenfeldes bezeichnet, dessen Dosis Richtung Anode abnimt.

Hintergrund des Heel-Efgekts: Die Röntgenstrahlung entsteht in 8 bis 10 Mikrometer Tiefe der Anode. Je weniger die Anodenfläche geneigt ist und je größer damit der Austrittswinkel der Röntgenstrahlung ist, um so stärker ist der Heel-Effekt. Mit zunehmendem Tellerwinkel verringert sich der Heel-Effekt.

Der Heel-Effekt nimmt zur Anode hin zu, da der Weg der Röntgenstrahlung durch die Anode anodenseitig länger ist.

Heizstrom

siehe Röhrenstrom

HL7 CDA

HL7 (Health Level 7) ist eine Gruppe internationaler Standards zum computergestützten Datenaustausch im Gesundheitswesen. Die CDA (Clinical Document Architecture) ist ein von HL7 erarbeiteter und auf XML basierender Standard, der sich speziell mit der Struktur klinischer Inhalte beschäftigt.

Hochkontrast

Unter Hochkontrast wird die Darstellung von sich stark unterschiedlich hell bzw. dunkel darstellenden Strukturen verstanden (schwarz versus weiß).

Hochkontrastauflösung

Mit der Hochkontrastauflösung (auch Ortsauflösung) wird die Güte der Differenzierung von Hochkontrastobjekten verstanden.

Die Güte der Hochkontrastauflösung wird mit Strukturen hoher Absorption (z.B. Metallfäden) getestet, die von Material minimaler Absorption (z.B. Kunstharz) umgeben sind, wobei die Hochkontrastobjekte unterschiedlich breit sein und unterschiedlich eng beieinander liegen können. Um sehr dünne, sehr eng beieinander liegende Metallfäden bildlich isoliert wahrnehmen zu können, ist ein besserer Hochkontrast erforderlich, als zur Darstellung dicker Metallfäden, die weiter auseinander liegen.

Siehe auch: Ortsauflösung