Zellkern

Der Zellkern beinhaltet die Chromosomen. Dabei handelt es sich um lange, spiralförmig gewundene Moleküle (Desoxyribonukleinsäure, DNA), die aus einer sich wiederholenden Grundsubstanz, einem speziellen Zuckermolekül mit einem Phosphatrest besteht. An jedes Zuckermolekül, ist eine Aminosäure (Base) geheftet. Die Abfolge der Aminosäuren entspricht einem Code. Sie ergeben somit gemeinsam die genetische Information des Chromosoms bzw. der auf ihm angeordneten Gene – so wie eine Reihe von Zahlen gemeinsam eine Telefonnummer ergeben.

Durch das chemische Abscannen der Aminosäuresequenzen werden die Gene gelesen und deren Informationen für die Zellen und folglich den ganzen Organismus nutzbar.

Aufgrund ihrer zentralen Bedeutung sind Schädigungen des Zellkerns bzw. der Chromosomen von besonderer Bedeutung, weil dadurch die Steuerung und damit die Funktionalität der Zelle verloren gehen kann.

Schädigungen des Zellkerns können ganz unterschiedliche Auswirkungen haben:

  • keine funktionelle Änderung,
  • eine einfache Funktionsstörung, mit der die Zelle noch lebensfähig und ohne negative Auswirkungen nach außen ist,
  • eine Funktionsstörung, mit der die Zelle noch lebensfähig ist, die aber den Rest des Organismus stört oder schädigt,
  • eine Mutation, die Vorteile mit sich bringt,
  • der Tod der Zelle,
  • ungehemmte Zellteilung (Krebs).

Die DNA ist – insbesondere im Rahmen der Mitose – besonders anfällig für Schäden, die durch ionisierende Strahlung verursacht wird.