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medizinische Dokumentation

Unter medizinischer Dokumentation versteht man alle im Rahmen einer medizinischen Untersuchung oder Behandlung anfallenden und dokumentierten Daten. Sie reichen von einer handschriftlichen Anamnesenotiz und der Pflegeakte auf Station bis zu Dokumenten, die von Geräten in standardisierter Form ausgegeben werden – EKG, Laborbericht, Röntgenbild, Bestrahlungsdokumentation u. a.m.

medizinische Indikation

Die medizinische Indikation stellt die Notwendigkeit einer Maßnahme aus Sicht einer entsprechend kompetenten medizinischen Fachkraft fest. Den verschiedenen Berufsgruppen können entsprechend ihrer Qualifikationen unterschiedliche Kompetenzen zur Indikationsstellung eingeräumt werden.

Im Rahmen des Strahlenschutzes mus rechtlich die rechtfertigen Indikation der der medizinischen Indikation unterschieden werden.

Siehe rechtfertigende Indikation.

medizinische Leitlinie

Medizinische Leitlinien sind systematisch entwickelte Empfehlungen, die Ärzte, Angehörige anderer Gesundheitsberufe und Patienten dabei unterstützen sollen, angemessene Entscheidungen zur Gesundheitsversorgung für spezifische klinische Umstände zu treffen. Sie sind – anders als Richtlinien – nicht bindend, gelten aber im Regelfall und diesen daher zunächst als Maßstab einer regelrechten Behandlung. Das Handeln darf im Einzelfall von der Leitlinie abweichend angepasst werden; es empfielht sich jedoch eine Dokumentation der Gründe

Wenn Leitlinien also zwar nicht bindend sind, so spiegeln sie doch den zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuellen Stand der medizinischen Wissenschaft wieder und sind insofern zumindest ein Maßstab, der justiziabel eingesetzt werden kann.

In Deutschland werden viele medizinische Leitlinien durch die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) und spezifische Leitlinien zur Qualitätssicherung von der Bundesärztekammer herausgegeben.