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Streustrahlung
Als Streustrahlung wird Strahlung bezeichnet, die im Rahmen des Comptoneffekts von der ursprünglichen Richtung “abgelenkt” bzw. “gestreut” wird.
Bei der Streustrahlung handelt es sich zumindest um Sekundärstrahlung (und bei mehrfach hintereinandergeschaltetem Comptoneffekt ggf. sogar um Tertiärstrahlung usw.).
Streustrahlung ist ungerichtete und nicht informationstragende Strahlung, die – sofern sie den Empfänger erreicht – zum Rauschen beiträgt.
Siehe Comptoneffekt.
Streuung
Wird Materie elektromagnetischer Strahlung ausgesetzt, so kommt es neben der Absorption mit einer Übertragung der Energie und Ionisation der Materie immer auch zu einer Schwächung infolge von Streuung. Im Zusammenhang mit der Röntgendiagnostik ist die Compton-Streuung vorherrschend.
Der Compton-Effekt besagt, dass von einem Photon Energie auf ein ungebundenes oder schwach gebundenes Elektron übertragen wird. Dabei kommt es zur Freisetzung eines Photons geringerer Wellenlänge.
Nun haben Photonen bekanntlich keine Ruhemasse. Dadurch aber, dass sie Energie haben, kann man ihnen eine Masse zuordnen (quasi eine virtuelle Masse aufgrund ihrer Energie). Diese ist um so größer, je mehr Energie ein Photon hat, also je höher seine Frequenz bzw. je größer sein Impuls ist. Damit ist verbunden, dass ein Photon mit hoher Energie – wie ein Teilchen mit mehr Masse – weniger leicht von seiner ursprünglichen Richtung abgelenkt werden kann. Deshalb divergiert weiche Strahlung deutlicher vom Nutzstrahl weg, als harte Strahlung.
In der Summe der Effekte (mehr und stärkere Streuung bei weicher Strahlung) ergibt sich: Durch weiche Strahlung kommt es zu einem stärkerem Rauschen, als durch harte Strahlung.
Strom-Zeit-Produkt
Das Strom-Zeit-Produkt in der Einheit mAs (Milliampere-Sekunden) ist das Produkt aus dem Strom in mA – also der Menge freigesetzter Röntgenquanten pro Zeiteinheit – und der Zeit, die die Röntgenröhre strahlt bzw. die für die Untersuchung benötigt wird. Das Strom-Zeit- oder mAs-Produkt ist insofern eine Einheit, mit der die Gesamtmenge an der Kathode freigesetzter Elektronen und damit indirekt der an der Anode freigesetzter Röntgenquanten definiert wird, die bspw. für ein Röntgenbild aufgewendet wurden.
