Radiojodtherapie
Die Radiojodtherapie wird bei bestimmten Schilddrüsenerkrankungen (bspw. bei Autonomie und bestimmten Schilddrüsenkrebstypen) als Therapie eingesetzt.
Bei der Radiojodtherapie wird dem Patienten radioaktives Jod, das Jod-Isotop 131 verabreicht. Bedingt durch den Stoffwechsel reichert sich das Jod in Schilddrüsenzellen an (auch in Jod-aufnehmenden Metastasen eines Schilddrüsenkarzinoms). Als radioaktive Substanz zerfällt das radioaktive Jod und setzt dabei Betastrahlung frei. Diese wirkt ausschließlich in der unmittelbaren Umgebung und zerstört so die Zellen, die das Jod aufgenommen haben.
Die Halbwertszeit des Jod 131 liegt bei 8 Tagen.
Unwirksam ist die Radiojodtherapie, wenn die Schilddrüsenzellen zuvor mit Jod abgesättigt wurden. Daher darf bereits Wochen vor der Radiojodtherapie (wie auch vor der Schilddrüsenszintigraphie) kein jodhaltiges Kontrastmittel verabreicht werden.
