Expositionswerte berufl. strahlenexponierter Personen

In Deutschland wurden im Jahr 2013 zirka 400.000 Personen als beruflich strahlenexponiert eingestuft. 355.000 Arbeitskräfte mit amtlichen Dosimetern überwacht, 40.000 Personen waren als fliegendes Personal tätig.
Beruflich strahlenexponierte Personen können der amtlichen Personendosimetrie unterliegen.
- In der Medizin sind jene zu überwachen, die im Kontrollbereich tätig sind.
- Fliegendes Personal ist einer erhöhten kosmischen Strahlung ausgesetzt. Die Strahlendosiswerte dieser Berufsgruppe werden anhand der geflogenen Strecken berechnet.
- Mitarbeiter der Nuklearwirtschaft, von Laboren u. ä. werden überwacht, wenn sie mit unverschlossenen radioaktiven Stoffen Umgang haben.
- Arbeiter in Wasserwerken, der Wismut AG, einem ehemaligen Uranbergbaubetrieb der DDR, von Schauhölen und anderen Betrieben werden aufgrund der natürlich am Arbeitsplatz vorkommenden Stoffe überwacht.
Besteht die Gefahr einer möglichen Aufnahme radioaktiver Stoffe über die Lunge (Inhalation) oder den Magen-Darm-Trakt (Ingestion) werden spezielle Messverfahren zur Inkorporationsüberwachung eingesetzt.
Ermittelte Strahlendosis
| mit Dosimeter überwacht | Inkooperations-Überwachung | fliegendes Personal | |
|---|---|---|---|
| Anzahl Überwachter | 355.000 | 1.500 | 40.000 |
| Anzahl messbarer Dosen abs. | 50.000 | 70 | 355.000 |
| Anzahl messbarer Dosen % | 14% | 5% | 99% |
| Maximal-Dosis | unter 20 und über 30mSv | ||
| Mittlere Dosis | 0,5 mSv | 0,1 mSv | 1,9 mSv |
Ungleiche Verteilung
Die ermittelten Dosen sind nach Arbeitsbereichen ungleich verteilt. So sind die Expositionen in den nichtmedizinischen Bereich im Mittel und auch in den Spitzen höher, als in der Medizin.
In nichtmedizinischen Betrieben werden ca. 25-mal mehr Fälle mit Jahresdosen zwischen 6 und 20 mSv registriert als in der Medizin (Nichtmedizin 0,5 % gegenüber 0,02 % in der Medizin). Auch Personen im Dosisbereich zwischen 1 und 6 mSv sind in der Nichtmedizin ca. 5-mal häufiger zu finden als in der Medizin.
Von den 300 überwachten Personen an Arbeitsplätzen mit natürlich vorkommenden radioaktiven Stoffen wiesen 95 % eine messbare Exposition auf. Die mittlere Jahresdosis lag bei 3,4 Millisievert.
In der Nuklearmedizin liegt die mittlere Dosis der Exponierten mit 0,74 mSv doppelt so hoch wie der Mittelwert in der gesamten Medizin (0,35 mSv).
Im Gegensatz zur Ganzkörperüberwachung treten höhere Teilkörperjahresdosen mit mehr als 10 mSv hauptsächlich im Bereich der Medizin auf. In medizinischen Betrieben treten ca. zweimal mehr Fälle mit Jahresdosen zwischen 10 und 150 mSv auf als im nichtmedizinischen Betrieben.

Ergebnisse der effektiven Dosis in der Medizin für das Jahr 2012:
0 mSv: 85,9 %
0 – 0,1 mSv: 6,6 %
0,1 – 1 mSv: 6, 5 %
1 – 6 mSv: 1 %
6 – 20 mSv: 0,02 %
Weitergehende Informationen:
Die berufliche Strahlenexposition in Deutschland 2012 : Bericht des Strahlenschutzregisters
Bundesamt für Strahlenschutz / Fachbereich Strahlenschutz und Gesundheit


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