Der Röhrenstrom
An der Anode angelegt ist der Röhrenstrom ein wichtiger Parameter.
Der Röhrenstrom wird auch Heizstrom genannt und an der Kathode der Röntgenröhre angelegt. Die Stärke des Röhren- oder Heizstroms wird in Milliampere (mA) angegeben.
Je höher der Röhrenstrom, um so mehr Elektronen fließen pro Zeiteinheit durch die Kathode. Mit höherer mA stehen der Röntgenröhre also mehr Elektronen zur Verfügung. Da die Anzahl der an der Anode entstehenden Röntgenphotonen davon abhängig ist, wie viele Elektronen zur Anode hin beschleunigt werden, steuert der Röhrenstrom die Dichte bzw. Quantität des Röntgenstrahls.
Mehr Photonen haben beim Röntgenbild übrigens die gleiche Folge, wie mehr Photonen bei einem Foto: Das Bild wird stärker belichtet, beim Röntgen also schwärzer.
Eine andere Möglichkeit, ein Bild stärker zu belichten, ergibt sich mit der Belichtungszeit. Statt mehr Photonen pro Zeiteinheit zu erzeugen, kann bei gleicher Produktion auch die Zeit der Exposition erhöht werden. Ein gutes Maß für die Belichtung ist daher das Strom-Zeit-Produkt in der Maßeinheit der mAs (Milliampere mal Sekunden).

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