Abschätzung der Strahlenexposition des Patienten und deren Bedeutung.

Für die Rechtfertigung einer medizinischen Strahlenanwendung ist zur Nutzen-Risiko-Abwägung auch die Abschätzung der Strahlenexposition erforderlich.

2018 wurden in Deutschland rund 130 Millionen Röntgenuntersuchungen durchgeführt .

So wie sich die Untersuchungen unterschiedlich auf die Verfahren verteilen, so variieren auch die durchschnittlichen Dosisbedarfe der Verfahren und die kollektiven Dosen.

Die zahnmedizinischen Röntgenaufnahmen machten im Jahre 2018 rund 39% aller Untersuchungen aus, verursachten jedoch gerade 0,3 % der kollektiven Dosis. Ursächlich ist die ausgesprochen geringe Einzeldosis (< 0,01 mSv). Die Computertomographie machte hingegen nur 10 % aller Untersuchungen aus, verursachte jedoch 68 % der kollektiven Dosis (je nach Untersuchung und ausgewählten Parametern bis zu 20 mSv; mittlere Dosis 5,9 mSv) und bei den Angiographien und Interventionen waren es bei 3 % aller Untersuchungen 17 % der kollektiven Dosis.

Die Anzahl der Mammographieaufnahmen nahm von 2007 bis 2010 um ca. 35 % zu und ist seitdem weitgehend konstant – bedingt durch die Einführung des Mammographiescreenings.

Die CT-Untersuchungen haben zwischen 2007 und 2018 im ambulanten kassenärztlichen Bereich um 25 % und im stationären Sektor sogar um 80 %  zugenommen – obwohl auch die Zahl der MRT-Untersuchungen angestiegen ist. CT und MRT sind jetzt gleichauf.

 
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